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Innovationspreis 2006

Flocktransfer

Hier ist die samtartige, textile Oberfläche und die dreidimensionale Wirkung sowie die hohe Deckkraft auf dunklen Geweben charakteristisch. Diese Applikationsart kann in der gesamten Textilindustrie sowie im Sportbekleidungsbereich eingesetzt werden.
Das Textil sollte einen Baumwollanteil von mindestens 60%-70% haben oder Trikots.

Hinweise: Motive mit feinen Strukturen sind nur bedingt realisierbar, wir benötigen eine Mindeststrichstärke von 0,7mm (evtl. vorher Motiv mit uns durchsprechen). Die unterschiedlichen Flockfaserlängen (0,5mm bei einfarbigen und 0,3mm bei mehrfarbigen) Transfers, ermöglicht die Herstellung von reliefartigen Motiven.

Filme: Siebdruckfilme, positiv, seitenverkehrt, bei mehrfarbigen Transfers gelten gesonderte Angaben (evtl. Überzeichnung notwendig).

Plastisoltransfer (auch Cold-Peel- oder Polyprinttransfer)

Haben eine sehr hohe Deckkraft auf dunklen Geweben. Die Farben dringen nicht in das Gewebe ein, sondern verbinden sich lediglich mit der Oberfläche, was einen leicht „gummierten“ Griff und eine geschlossene, luftundurchlässige Fläche bildet.
Das Textil sollte einen Baumwollanteil von mindestens 70% enthalten.

Hinweise: Motive mit feinen Strukturen, Linien oder Punkten sind hier realisierbar. Die Herstellung im Siebdruckverfahren lässt eine Rasterausführung bis zu 24 Punkten/cm zu. Um die Übertragung der Rasterpunkte zu gewährleisten, muss eine vollflächige Hinterdruckung (weiß) erfolgen.

Filme: Siebdruckfilme, positiv, seitenverkehrt

Offsetplastisoltransfer

Ist eine Reproduktion von Fotos sowie feinsten Farbverläufen. Die Farben werden mithilfe einer Offsetdruckmaschine vorgedruckt, im Anschluss wird im Siebdruck der „Kleber“ (weiß) aufgetragen, welcher die Farben mit dem Textil verbindet. Kombinationen mit Glitter-, Metallic-, Perl,-Gold-, Silbereffekten sind möglich.
Das Textil sollte einen Baumwollanteil von mindestens 70% enthalten.

Hinweise: Motive mit Farbverläufen sind hier darstellbar.

Filme: Offsetfilme, positiv, seitenrichtig. Als Kleberfilm dient eine volle Fläche, die alle Farben beinhaltet, aber etwas kleiner als das eigentliche Motiv sein muss (0,5-1,0mm).

Softtransfer (Hot-Split oder heißabziehbares Transfer)

Hier dringen die Farben in die Gewebestruktur ein, ohne den weichen und angenehmen Warengriff des Trägermaterials zu beeinflussen. Das Transfer hat einen Direktdruckcharakter und eine hohe Deckkraft auf hellen Geweben. Für dunkle Textilien ist eine Spezialausführung mit höherer Deckkraft möglich.
Das Textil kann aus Baumwoll- oder Mischgewebe sein, daher findet das Transfer eine breite Anwendung in vielen Bereichen der Textilindustrie.

Hinweise:Feinste Konturen und Linien können in diesem Verfahren nur unter Verwendung von transparenter Vordruckfarbe hergestellt werden, was zur Folge hat, dass die Deckkraft und der weiche Warengriff beeinträchtigt wird.

Filme: Siebdruckfilme, positiv, seitenverkehrt

Nyloflextransfer

Diese Transferart wurde speziell dafür entwickelt, Regenjacken und Sporttaschen mehrfarbig zu bedrucken, da diese Materialien bisher nur einfarbig im Direktdruckverfahren bedruckt werden konnten.

Hinweise:Die Herstellung im Siebdruckverfahren, lässt eine Rasterausführung (bis zu 18 Punkten/cm) zu. Es können feine Linien und Konturen realisiert werden. Um die Übertragung der Rasterpunkte zu gewährleisten muss eine vollflächige Hinterdruckung (weiß) erfolgen.

Filme: Siebdruckfilme, positiv, seitenverkehrt

Offsetnyloflextransfer

ist eine Reproduktion von Fotos sowie feinsten Farbverläufen. Die Farben werden mit Hilfe einer Offsetdruckmaschine vorgedruckt, im Anschluss wird im Siebdruck der „Kleber“ (weiß) aufgetragen, welcher die Farben mit dem Textil verbindet.
Regenjacken und Sporttaschen

Hinweise:Motive mit Farbverläufen sind hier darstellbar.

Filme:Offsetfilme, positiv, seitenrichtig. Als Kleberfilm dient eine volle Fläche, die alle Farben beinhaltet, aber etwas kleiner als das eigentliche Motiv sein muss (0,5-1,0mm).

Direktdruck

hier dringen die Farben teils in die Faser ein z.B. bei Baumwolle, das Ergebnis ist ein sehr weicher Warengriff. Der Direktdruck wird in allen Textilbereichen eingesetzt. Im Direktdruckverfahren verwendet man mittlerweile Dispersionsfarben nach dem Öko-Tex 100 Standard und andere Farbsysteme z.B. Plastisolfarben. In unserem Unternehmen verwenden wir allerdings nur noch Dispersionsfarbstoffe für alle direkt auf der Haut zu tragenden Textilien.

Hinweise: Rasterausführungen und die Farbvielfalt sind in diesem Druckverfahren von der technischen Ausrüstung der Druckerei abhängig. I.d.R. sind die eingesetzten Maschinen in der Lage 4-6 Farben, seltener 8-12 Farben zu drucken.

Filme: Siebdruckfilme, positiv, seitenrichtig

Direktbeflockung

hier verwendet man prinzipiell längere Flockfasern von 1,0 mm, dadurch entsteht ein markantes dreidimensionales Erscheinungsbild mit sehr weichem Warengriff, jedoch wird die Konturschärfe durch die längere Faser beeinträchtigt. Das Einsatzgebiet der Direktbeflockung ist weitreichend von Sport- und Bekleidungstextilien über Möbelbezugsstoffe bis hin zu Formteilen aus anderen Materialien (z.B. Automobilindustrie).

Hinweise: Die technischen Möglichkeiten sind bei dieser Druckart mittlerweile auch soweit, dass selbst mehrfarbige oder gar Rasterdrucke möglich sind. Trikots, T-Shirts, Sweatshirts, Trainingsanzüge und ähnliches werden in der Standardausführung hergestellt. Hier kommen Dispersionsklebstoffe zum Einsatz, die dem Öko-Tex 100 Standard entsprechen. Regenjacken, Taschen und ähnliches werden mit lösungsmittelhaltigen Klebstoffen gedruckt.

Filme: Siebdruckfilme, positiv, seitenrichtig. Bei mehrfarbigen Beflockungen gelten gesonderte Angaben.


Weitere Transferarten oder Veredelungsmöglichkeiten auf Anfrage.